Detlef Schrempf
besucht das JBBL-Training der JBBL von Bayer Leverkusen
Kurz nach Trainingsbeginn ereignete sich etwas Besonderes.
Nicht dass ein sehr großer sportliche Mensch in die Herbert-Grünewald-Halle
kommt. Auch nicht, dass er einen englischen Akzent hat oder nach „Basketball“
aussieht. Sondern, dass es sich um den ehemaligen NBA-Spieler Detlef Schrempf
handelte, der die Leverkusener Spieler begrüßte.
Über eine Stunde schaute Detlef Schrempf den
Bayer-Schützlingen des Trainerteams Aust / Piszczek zu und nahm sich
anschließend ausreichend Zeit den Spieler Tipps zu geben und reichlich Fragen
zu beantworten.Detlef erzählte, wie er als Leverkusener Schüler am Landrat-Lukas-Gymnasium (heute Eliteschule des Sports) zum Basketball kam und im Sportpark als Jugendspieler von Bayer Leverkusen anfing in den Jahrgangsteams zu trainierte und spielte. Neugierig fragten die Spieler nach seinen Erlebnissen vor und während seiner 14 NBA-Jahre, in denen er zum besten europäischen Punktesammler mit 13,9 PPG, 6,4 RPG, 3,4 APG (erst von Dirk Nowitzki überflügelt), dreimaligen All-Star, zweimaligen besten „sechsten Mann“ in der NBA, ersten deutschen Teilnehmer der NBA-Finales oder zweimaligen Olympiateilnehmer wurde.
Auf Fragen wie „an welcher Stelle wurdest du gedraftet“ oder
„wer waren die besten Spieler gegen die du spielen durftest“ erzählte er über
seine achte Draft-Position, die ersten Tage der NBA bei Dallas, seinen Wurfeinheiten
mit Reggie Miller während seiner Jahre in Indiana, seinen Verteidigungsduellen
in den Finals gegen Michael Jordan mit Seattle und und und.
Detlef machte den Spielern auch deutlich wie wichtig es ist
sich Gedanken über Ziele im Basketball zu machen und zu erkennen wie man sich
als Spieler in das Teamspiel einbringt. Das Rebounden, das Verteidigen und das
clevere Spielen (Posting gegen kleinere Flügelspieler oder das Agieren von
Außen gegen größere Verteidiger, um sie im 1-1 zu Fehlern bringen) ist immer
möglich„egal wie gut dein Wurf an einem Tag ist“. Detlef machte den Jungs
deutlich wie wichtig das harte Passen, die Wurfvorbereitung und der unbedingte
Glaube ist, dass „ich den Ball immer für meinen Wurf bekomme“. Authentisch wurde jedem Anwesenden in der
Halle klar, wie wichtig es ist die kleinen Sachen in einem Basketballspiel
richtig zu machen, mit völliger Begeisterung für das Spiel Basketball zu leben
und hart und fleißig zu arbeiten.
Obwohl Detlef nur wenige Tage in Deutschland und bei seiner
Familie in Leverkusen ist, nahm sich Detlef extrem viel Zeit und dafür bedanken
wir uns als Team nochmal alle ganz herzlich für den Besuch!
Für einen Jugendcoach kann es wahrscheinlich keinen
glaubwürdigeren Besucher an einem Dienstagabend geben, um die Bedeutung von
Kleinigkeiten, Vielseitigkeit, Mannschaftsdienlichkeit, Fleiß oder das optimale
Ausnutzen der geschenkten Talente begreifbar zu machen.