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Herzlich willkommen im Saisontagebuch der JBBL-Mannschaft 2012/13. Dieser Blog versucht, möglichst viele Ereignisse um das diesjährige JBBL-Team in Wort und Bild festzuhalten, Erinnerungen zu schaffen und Familie, Freunde und Fans am Treiben der Nachwuchsbasketballer des TSV Bayer 04 Leverkusen teilhaben zu lassen. Dieser Blog ist eine private Initiative und keine Konkurrenz zur offiziellen Vereinsseite des TSV Bayer 04 Leverkusen. Er ist für Eltern, Spieler, Trainer und die Freunde bestimmt, die den Link http://jbbl-12-13.blogspot.com/ von Euch mitgeteilt bekommen. Über Suchmaschinen können weder der Blog noch die Bilder gefunden werden.

Mittwoch, 8. Mai 2013

TOP4: Das Zwei-Jahres-Team

TOP4: Das Zwei-Jahres-Team

Die JBBL-Team von Bayer Leverkusen durfte zwei Saisons reifen. Jetzt ist es an der Zeit, die Früchte zu ernten…


„Wir hatten von Beginn an das Gefühl, ein Zwei-Jahres-Team zu sein.“ Andreas Aust, Trainer von TSV Bayer Leverkusen, denkt dabei nicht an den Sommer 2012, sondern noch ein Jahr weiter zurück. Schon damals formierte er das aktuelle JBBL-Team der „Riesen vom Rhein“ – und ging damit durchaus ein gewisses Risiko ein. Die blutjunge Truppe musste 2011/12 in die Relegation, hielt die Klasse und schickt sich nun an, den ganz großen Wurf zu landen. In den Playoffs räumten die Leverkusener erst ALBA Berlin und dann die Piraten aus Hamburg aus dem Weg. Dabei war für Aust die „ALBA-Woche“, wie er die Spanne zwischen Hin- und Rückspiel gegen die Hauptstädter nennt, der Knackpunkt der gesamten Saison. „Wir haben uns nach dem Hinspiel, das wir mit acht Punkten Differenz verloren haben, ziemlich geärgert, denn ALBA hat uns viele Geschenke gemacht, die wir einfach nicht angenommen haben. Vor dem Rückspiel haben wir uns gesagt, dass wir, obwohl wir schlecht gespielt haben, nur acht Punkte hinten liegen. Also haben wir ALBAs Geschenke vor dem Rückspiel symbolisch in eine Kiste gepackt, um sie dann entgegen zu nehmen“, griff Aust ganz tief in die psychologische Trickkiste. Das sollte sich aber erst spät, fast zu spät auszahlen: Vor dem Schlussviertel im Rückspiel lagen die Bayer-Boys in der Addition mit 17 Punkten hinten. Weil die Hausherren die letzten zehn Minuten aber mit 22:2 (!) gewannen, durften sie doch noch über das Weiterkommen jubeln. „Diese Mannschaft kann sich jederzeit in ein Spiel zurück kämpfen, und sei die Lage noch so aussichtslos“, ist der Trainer stolz auf sein Team. „Außerdem kann sie sich schnell an veränderte Situationen anpassen und findet so Mittel und Wege, ein Spiel zu gewinnen.“

Ob die jungen Leverkusener das Comeback gegen Berlin auch möglich machten, weil sie durch die TOP4-Geschichten ihres Trainers Feuer gefangen hatte, ist nicht sicher. Fakt ist aber, dass Andreas Aust, der bereits 2011 mit Leverkusen die Endrunde erreichte und dort erst im Halbfinale ausschied, diese „legale Droge TOP4“ (Aust) unbedingt noch einmal konsumieren wollte. „Nach den tollen Erfahrungen im Jahr 2011 war es meine absolute Sehnsucht, es noch einmal dorthin zu schaffen. Ich habe den Jungs natürlich davon erzählt, vielleicht hat sie das zusätzlich motiviert.“ Was den Trainer optimistisch stimmt, es diesmal noch einen Schritt weiter als vor zwei Jahren zu schaffen, ist die tolle Teamchemie, die Kämpferqualitäten der jungen Truppe und die Tatsache, dass „wir in dieser Saison unglaublich viele knappe Spiele hatten, die wir fast alle gewonnen haben“. Bestes Beispiel sind die beiden Playoff-Duelle gegen Berlin und Hamburg, die die Farbenstädter in der Addition mit drei (ALBA) beziehungsweise vier (Piraten) Punkten Differenz gewonnen haben. „Das spricht für die Moral der Truppe“, weiß Aust, der - aus gegebenem Anlass - auf ein sehr guard-lastiges System setzt. Echte Brocken wie den 2,07-Meter-Youngster Erwin-Ngueffe Nkemazon sucht man bei den Leverkusenern vergeblich, insofern darf man gespannt sein, wie Bayer einen derart dominanten Innenspieler verteidigen wird. „Wir dürfen darüber aber nicht unsere eigenen Stärken vergessen: Distanzwürfe, gutes Passspiel, Teamplay“, setzt Aust auf die Durchschlagskraft des eigenen Modells und ergänzt: „Wir träumen vom Finale!“

Augen auf ... Anton Zraychenko

Auf dem Feld sind sie nicht die Längsten, umso mehr wird es für Leverkusen darauf ankommen, dass die Dreier fallen. In der Pflicht ist damit in erster Linie Anton Zraychenko, der für Bayer (neben Eric Behrmann) die mit Abstand meisten Würfe von „Downtown“ nimmt – und mit einer passablen Genauigkeit von 37 Prozent auch trifft. Zusammen mit Topscorer Joel Aminu (19,6 PpS) bildet Zraychenko somit das Rückgrat der Bayer-Offensive.



(JBBL / JF)