TOP4: Das Zwei-Jahres-Team
Die JBBL-Team von Bayer Leverkusen durfte zwei Saisons reifen. Jetzt ist es an der Zeit, die Früchte zu ernten…
Ob die jungen Leverkusener das Comeback gegen Berlin auch möglich machten, weil sie durch die TOP4-Geschichten ihres Trainers Feuer gefangen hatte, ist nicht sicher. Fakt ist aber, dass Andreas Aust, der bereits 2011 mit Leverkusen die Endrunde erreichte und dort erst im Halbfinale ausschied, diese „legale Droge TOP4“ (Aust) unbedingt noch einmal konsumieren wollte. „Nach den tollen Erfahrungen im Jahr 2011 war es meine absolute Sehnsucht, es noch einmal dorthin zu schaffen. Ich habe den Jungs natürlich davon erzählt, vielleicht hat sie das zusätzlich motiviert.“ Was den Trainer optimistisch stimmt, es diesmal noch einen Schritt weiter als vor zwei Jahren zu schaffen, ist die tolle Teamchemie, die Kämpferqualitäten der jungen Truppe und die Tatsache, dass „wir in dieser Saison unglaublich viele knappe Spiele hatten, die wir fast alle gewonnen haben“. Bestes Beispiel sind die beiden Playoff-Duelle gegen Berlin und Hamburg, die die Farbenstädter in der Addition mit drei (ALBA) beziehungsweise vier (Piraten) Punkten Differenz gewonnen haben. „Das spricht für die Moral der Truppe“, weiß Aust, der - aus gegebenem Anlass - auf ein sehr guard-lastiges System setzt. Echte Brocken wie den 2,07-Meter-Youngster Erwin-Ngueffe Nkemazon sucht man bei den Leverkusenern vergeblich, insofern darf man gespannt sein, wie Bayer einen derart dominanten Innenspieler verteidigen wird. „Wir dürfen darüber aber nicht unsere eigenen Stärken vergessen: Distanzwürfe, gutes Passspiel, Teamplay“, setzt Aust auf die Durchschlagskraft des eigenen Modells und ergänzt: „Wir träumen vom Finale!“
Augen auf ... Anton Zraychenko
Auf dem Feld sind sie nicht die Längsten, umso mehr wird es für Leverkusen darauf ankommen, dass die Dreier fallen. In der Pflicht ist damit in erster Linie Anton Zraychenko, der für Bayer (neben Eric Behrmann) die mit Abstand meisten Würfe von „Downtown“ nimmt – und mit einer passablen Genauigkeit von 37 Prozent auch trifft. Zusammen mit Topscorer Joel Aminu (19,6 PpS) bildet Zraychenko somit das Rückgrat der Bayer-Offensive.

(JBBL / JF)